„Manchmal muss man nur einen Schritt zurücktreten, um zu merken, dass das Leben viel größer ist als seine Sorgen.“
Der Schauspieler Oliver Fleischer, eigentlich im Scheinwerferlicht zuhause und auf den Theaterbühnen und in Film- und Fernsehen unterwegs, ist auch seit über 10 Jahren als ehrenamtlicher Sargträger tätig. In dieser Zeit durfte er skurrile und bewegende Momente erfahren, die ihn bis heute prägen.
Zwei Bücher sind aus dieser Tätigkeit entstanden. „Der Oma hätte das gefallen“ erschien im März 2024 und im Frühjahr 2026 erschien dann: „Heute schon gelebt“.
In seinem erfolgreichen Debüt erreicht er zahlreiche Menschen durch humorvolle Anekdoten aus dem Alltag eines Sargträgers. Sein zweites Buch dagegen führt wesentlich stärker in die grundsätzlichen Fragen von Vergänglichkeit, Erinnerung und bewusstem Leben.
Dazu schreibt der Verlag:
„Ein nachdenkliches, leises und zugleich klar erzähltes Buch
„Heute schon gelebt?“ richtet den Blick auf die Zwischenräume des Lebens: auf die Momente am Rand der Friedhofswege, auf Begegnungen, die zu innerem Wandel führen, und auf Fragen, die sich erst stellen, wenn man dem Tod oft genug gegenübergestanden hat.
Fleischer schreibt über Erfahrungen, die sich nicht in Anekdoten erschöpfen. Viele Kapitel widmen sich Themen wie Trauer, Verantwortung, innerer Haltung, familiären Beziehungen und der Frage, was unser Leben wirklich trägt. Das Buch verzichtet bewusst auf große Gesten – stattdessen wählt es eine klare, ruhige Sprache, die Leserinnen und Leser unmittelbar erreicht.
Ein persönlicherer und tiefgründigerer Blick als im Erstling
Während sein erstes Buch vielfach durch Humor, leichte Irritation und das Ungewohnte in seiner Tätigkeit als Sargträger geprägt war, erzählt Fleischer nun stärker aus einer reflektierten, fast philosophischen Perspektive, ohne dabei seine Leichtigkeit zu verlieren.
Er nimmt wahr, wie Menschen sich verändern, wenn sie Abschiede erleben – und wie diese Erfahrungen auch sein eigenes Denken geschärft haben. Hinter jedem Kapitel steht die Erkenntnis, dass die Endlichkeit des Lebens kein abstrakter Gedanke ist, sondern eine tägliche Einladung, bewusst zu gestalten, was zwischen Anfang und Ende liegt.“
Oliver Fleischer wird aus beiden Büchern am Donnerstag, den 17.September ab 19.00 Uhr lesen und erzählen. Die Lesung findet statt im Café des Heinrich-Neuy-Bauhaus Museum, Kirchplatz 5 in 48565 Steinfurt.
Die Hospiz-Initiative Steinfurt lädt herzlich dazu ein. Die Lesung ist kostenfrei, es wird um eine Spende gebeten.


